Freitag, 17. Mai 2013

Semifinale 2 - Das Fazit

Na bitte, es geht doch. Beim zweiten Semifinale habe ich immerhin acht von zehn Finalisten richtig getippt. Mit der Qualifikation von Armenien und Ungarn konnte man eigentlich nicht wirklich rechnen, zumindest für Ungarn freue ich mich aber. Zwei Hipster im ESC-Finale, das hat doch was. Sidecut, Nora-Tschirner Brille und Wollmütze, mal sehen ob sie am Samstag noch einen drauf setzen und mit Jutebeutel auf die Bühne kommen.

Und wer ging verloren? Abgesehen von den eh chancenlosen Kandidaten wie Schweiz oder Lettland, blieben auch der Fan-Favorit San Marino und Israel auf der Strecke. Schade um die stimmgewaltig vorgetragene Ballade von Moran Mazor, weniger schade um den arg konstruiert wirkenden Titel von Ralph Siegel. Nach dem Ausscheiden Mazedonienes bleibt mit einiger Verblüffung anzumerken, dass sich keine einzige ehemalige Teilrepublik Jugoslawiens qualifizieren konnte.Das hat es noch nie gegeben.
Meine Finnen haben es geschafft. Trotz des Liedes, möchte ich mal sagen. Immerhin lieferten sie eine spektakuläre Bühnenshow ab, wobei ich auf den doch sehr gezwungen wirkenden Girl-to-girl-kiss auch gut hätte verzichten können. Vor zehn Jahren reichte das bei T.a.t.u. noch zum handfesten Skandal, im Jahr 2013 hebt da niemand mehr die Augenbraue.

Zwischenzeitlich wurde auch die Startreihenfolge für das Finale bekanntgegeben. Deutschland geht mit der Nummer 11 ins Rennen. Nicht perfekt, aber durchaus annehmbar. Vielleicht wird den Startplätzen allgemein etwas zuviel Bedeutung zugemessen, aber das man es mit einem Auftritt zu Beginn der zweistündigen Show nicht eben leicht hat, hat die Geschichte des ESC immer wieder bewiesen.

Jetzt heißt es noch mal die Chancen fürs Finale auszuloten, Wettquoten zu analysieren und nicht zuletzt die kulinarische Verpflegung für morgen Abend zu organisieren und dann kann es eigentlich auch schon losgehen! Wenn es meine angeschlagene Gesundheit zulässt, werde ich im Laufe des Tages noch meinen ultimativen Tipp nachreichen.